Monatsarchiv: September 2010

Mumbai – Raus aus der Stadt

Samstag. Wochenende und damit hatte ich wieder die Gelegenheit mir etwas anzusehen. Da die Sicherheitslage, auf Grund der anstehenden CWG (Common Wealth Games), in Mumbai doch etwas angespannt ist, ging es heute raus aus der Stadt.

Es sollte heute in Richtung Pune gehen. Am Schnellsten, auch wenn Schnell hier doch relativ ist, geht dies über den mautpflichtigen Mumbai-Pune-Expressway. Die Strecke ist Dreispurig je Richtung ausgebaut. Über die Straßenqualität verglichen mit unserer hülle ich lieber den Mantel des Schweigens…

Die Fahrt an sich verlief recht unspektakulär. Drei Schnappschüsse aus dem fahrenden Auto habe ich dennoch.

 

Auf den beiden Bildern mit den Affen oben kann man schon sehen, dass die Umgebung so langsam aber sicher bergig wird. Auf dem nächsten Bild kann man zudem schön sehen, dass durch die Regenzeit alles sehr grün ist und auch kleinere und größere Wasserfälle zur Zeit auch wirklich als solche zu bezeichnen sind.

Ein interessanter Baustil ist auf dem nächsten Bild zu sehen. Solch eine Häuser- bzw. Hüttenform habe ich bisher noch nicht zu gesicht bekommen.

Kurze Zeit später fuhren wir durch eine kleinere Ortschaft. Was mir auffiehl, war dass ziemlicher Trubel herrschte. Schon fuhren wir auf eine Parkplatz und stiegen aus. Ich wunderte mich immer noch was es hier wohl zu sehen geben würde…
Aber gut, mein Fahrer wird schon wissen. Wir liefen ein paar Meter auf der Straße zurück, als mich mein Fahrer fragte, ob ich Schuhe bräuchte. Ich konnte erst einmal mit der Frage überhaupt nichts anfangen. Dann deutete er in eine Richtung und ich sah einen Bach. Ich fand da jetzt nichts besonderes daran. Als mein Fahrer meinte, dass wir da durch wollten, war seine Frage mir dann auf einmal klar.

Eins muss man den Indern schon lassen. Sie sind geschäftstüchtig. An jener Stelle gab es einen Schuhverleih. Ja, richtig gelesen: Schuhverleih. Man kann sich dort so eine Art Badeschlappen ausleihen mit denen man durch das Wasser dort laufen kann. Hartgesottene, die lieber mit bloßen Füßen über das Geröll und die Steine im Wasser laufen, können natürlich darauf verzichten. Zu der letzteren Gruppe zähle ich nicht, also hatte ich mir ein paar von den Schlappen ausgeliehen. Die passenden Hosen hatte ich glücklicheweise auch an; Trekkinghosen bei denen man das untere Drittel entfernen kann.

Weiter ging der Weg über das mehr oder weniger trockene Bachbett. Anhand der Schirme und der Hütten konnte ich vermuten, dass wir uns dem Ziel näherten.

 Angekommen. Wir schienen tatsächlich am Ziel angekommen zu sein. Doch warum lief da soviel Wasser die Stufen herunter?

 

Des Rätsels Lösung ist ganz einfach. Hinter diesen Stufen befindet sich ein Stausee. Durch den Monsum ist er nicht nur voll, sondern zum Überlaufen voll.

Auf jeden Fall wurde das Wasser als gern genommene Erfrischung gesehen. Manche saßen auf den Stufen und manche duschten. Duschten? Richtig! Auf dem zweiten Bild ist der Beweis eindeutig erbracht.

Genauso wie wir hier hingekommen waren ging es dann auch wieder zurück. An dem Schuhverleih tauschten wir die Schlappen wieder gegen unsere eigenen Schuhe und bezahlten unseren Obulus (20 Rs, ca. 0,30€). Von da aus ging die Fahrt dann weiter hinein in das Gebirge. Atemberaubende, wirklich grandiose Aussichtspunkte gab es zu besichtigen. Nachfolgend habe ich eine Auswahl aus den Bildern getroffen.

Von dort traten wir dann wieder den Weg zurück nach Mumbai an. Eine Pause zum Mittagessen hatten wir allerdings noch eingelegt. Die Rückfahrt als solches verlief absolut reibungslos. Damit geht wieder ein Tag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende – ebenso dieser Bericht.

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Mumbai – Die andere Seite der Medaille

Nachdem ich in den letzten Blog-Einträgen viele schöne Eindrücke beschrieben und gezeigt habe, möchte ich mit diesem Eintrag hier aber auch die andere Seite der Medaille zeigen. Die Aufnahmen sind weitestgehend aus dem fahrenden Auto heraus gemacht worden.

Zum Abschluß noch vier Fotos die von meinem Hotelzimmer aus aufgenommen habe.

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Mumbai – Schokolade macht glücklich

Bevor ich hierher nach Mumbai geflogen bin, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich denn dem Team hier quasi als Gastgeschenk mitbringen könnte. Dabei zu bedenken war ja auch noch, dass ich für mehrere Personen was finden musste. Von den indischen Kollegen, die schon bei uns in Deutschland waren weis ich, dass sie eine Vorliebe für Schokolade haben. Was lag da also näher als Schokolade mitzunehmen.

Für die Kollegen die schon in Deutschland wollte ich zusätzlich noch etwas typisch Hessisches. Meine Wahl viel auf Steingut-Trinkbecher mit der typischen blauen Bemalung.

Die Geschenke fanden großen Anklang und die Schokolade hatte den Tag nicht überlebt. Genauso hatte ich es mir erwartet. Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Ich hatte noch ein paar Tafeln Schokolade übrig, die ich nicht selber essen wollte.

Von meinem Fahrer wusste ich Mittlerweile, dass er Frau und drei Kinder hat. Für mich war ganz schnell klar, dass dies eine gute Gelegenheit wäre die Schokolade zu verschenken. Gesagt. Getan. Am letzten Montag habe ich abends meinem Fahrer die verbleibende Schokolade in die Hand gedrückt. Das überraschte Gesicht war sehenswert. Als er mich dann am nächsten Morgen wieder abholte, erzählte er mir wie sehr sich seine Kinder über die Schokolade gefreut hätten. Dabei strahlte sein ganzes Gesicht. Ich freute mich einfach für ihn mit. Es ist immer wieder erstaunlich, dass ein kleines Stück Schokolade auch ein kleines Stück Glück bedeuten können.

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Mumbai – Feiertag

Heute ist hier in Mumbai der Feiertag Anant Chaturdashi. Es ist der zehnte und abschließende Tag des Festes Ganeshotsav zu Ehren Ganesha, synonym auch Ganapathi genannt. Zum Abschluß werden Figuren von Ganesha in großen Prozessionen zum Wasser gebracht und dort versenkt. Es steht symbolisch für den Abschied seines Besuches während dieser Tage. Damit verbunden ist natürlich die Hoffnung auf die Rückkehr im nächsten Jahr.

Wie bekomme ich jetzt die Kurve zu dem was ich eigentlich heute berichten will? Ganz einfach und direkt:

Als ich heute morgen wach wurde tauchte die Sonne die Gegend in warmes Licht. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit ist es morgens immer sehr diesig.

Nach dem Frühstück ging es dann los. Wir fuhren zum Sanjay Gandhi National Park im Norden von Mumbai. Er ist mit über 100 km² der größte Nationalpark innerhalb einer Stadt. Bekannt wurde der Park auch durch seine 109 Kanheri-Höhlen die sich in einer Felsenschlucht befinden. Diese Höhlen wurden vom 1. Jahrhundert vor Christi bis 9. Jahrhundert nach Christi von buddhistischen Mönchen als Wohn-, Studier- und Meditationsort benutzt bzw. bewohnt. Viele kleinere der Höhlen würde man heute als einzelne Zimmer bezeichnen. Sie sind auch sehr schlicht gehalten. Das ist eigentlich auch nicht verwunderlich schließlich musste alles aus dem Fels mühsam herausgeschlagen werden. Wie es dort aussieht und was sich in den anderen Höhlen verbirgt ist auf den nachfolgenden Bildern zu sehen.

Viele Bilder, wenig Text, jetzt fehlt noch ein knackiges Ende. Schön war es, anstrengend und Schweiß treibend.

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Mumbai – Ausflug Tag 2

Sonntag. Heute habe ich mir vorgenommen die Insel Elefanta zu besichtigen. Zur vereinbarten Zeit hat mich mein Fahrer wieder am Hotel abgeholt.
Die Fahrt ging zunächst wieder zum Gate of India, dem Startpunkt der kleinen Fähren zur Insel.

Doch was ist so besonders an der Insel? Auf der Insel befinden sich Höhlen. O.k. klingt jetzt nicht so besonders, deshalb ein paar ausführlichere Worte dazu.
Insgesamt sind es sieben einzelne Höhlen. In einigen von ihnen befinden sich aus dem Basaltgestein herausgehauene Abbildungen hinduistischer und buddhistischer Gottheiten.
Die Arbeiten werden etwa auf das 5. bis 8. Jahrhundert datiert. Die Skulpturen und Abbildungen sind im 15. Jahrhundert von den Portugiesen mehr oder minder stark beschädigt worden. Seit 1987 gehören sie zum UNESCO Weltkulturerbe.

Das nachfolgende Bild zeigt einen Eindruck von den Fähren. Die Deckenhöhe ist so hoch (oder sollte ich sagen niedrig?) dass ich nicht aufrecht stehen kann. Als Sitzgelegenheiten dienen in der Mittelreihe einfache Gartenstühle. Auf dem Bild ist auch mein Fahrer zusehen (der mit der Wasserflasche in der Hand). Sein Name ist Raj und er kümmerst sich wirklich hervorragend um mich. Tickets usw. besorgen macht alles er.

Auch sorgt er dafür dass ich hin und wieder auch mal auf einem Bild zu sehen bin:

Glücklicherweise war unsere Fähre ein wenig größer als diese Nußschale

Die Überfahrt selber dauerte dann ca. 1,5 Stunden. Man kann sich allerdings kaum vorstellen was da für ein Gewimmel an Frachtschiffen und Tankern herrscht.

Dazwischen dann der rege Fährverkehr. Die Fähren fahren teilweise sehr nahe an den großen Pötten vorbei, das sind teilweise nur wenige Meter.

Dieses hier lag ausnahmsweise vor Anker.

Die Fahrt ansonsten verlief aber völlig unproblematisch. Das Aussteigen an der Insel war auch witzig. Die Fähre hat nicht etwa direkt am Steg angelegt sondern an einer anderen Fähre die wiederum an einer Fähre die wiederum….
D.h. wir durften dann durch diverse Fähren durch bis wir den eigentlichen Landungsteg betreten konnten. Der Landungsteg ist ein relativ langer Stein-/Betonkai. Um den armen Touristen nicht zuviel Fußweg zuzumuten gibt es natürlich auch eine Lösung, mit der sich so ganz nebenbei natürlich auch was verdienen lässt.

Wir, mein Fahrer und ich, haben den Weg zu Fuß angetreten. Am Fuße der Insel angekommen heißt es dann: Treppensteigen!
Und zwar gefühlte 5.783 Stufen. O.k. ist übertrieben, aber bei 35°C und gut 90% Luftfeuchtigkeit ist das trotzdem kein Vergnügen; ich war am Ende dermaßen durchgeschwitzt als wäre ich in starken Regen gekommen. Sei’s drum.
Auf dem Weg nach oben waren wir natürlich nicht alleine. Nicht genug dass jede Menge Besucher unterwegs waren, nein, auch andere gierige Begleiter haben uns nie aus den Augen gelassen:

Die Affen sind derart gierig und frech aber auch clever. Sie sind scharf auf alles Essbare und scheuen sich auch nicht es den Besuchern regelrecht zu entreissen. Selbiges gilt übrigens auch für Getränke ungleich Wasser. Wer glaubt, dass eine geschlossene Flasche einen Affen vor ein Problem stellt, irrt ebenfalls gewaltig. Die haben keine Probleme jegliche Verpackung zu öffnen, wenn sich darin etwas Essbares oder Trinkbares befindet.

Irgendwann waren wir dann bei den Höhlen angekommen. Die Statuen, Abbildungen und Schreine sind schon sehr interessant.
Hier sei mir ein paar Hinweise für Fotografen gestattet: Es ist dunkel, sehr dunkel darin. Das bedeutet ISO hoch und trotzdem ruhige Hand oder Stativ bzw. starken(!) Blitz mitnehmen. Ich hatte nur die Wahl hohe ISO (6400) und ruhige Hand (1/10s).
Trotz der widrigen Umstände habe ich ein paar Bilder machen können:

Mittlerweile war es dann schon früher Nachmittag geworden. In einem Imbiss auf der Insel haben wir uns erst noch einmal gestärkt für die Rückfahrt. Selbst an so einem touristischen Ort ist das Essen für unsere Verhältnisse sehr günstig. Ich habe für uns beide zusammen – zwei Hauptgerichte und zwei Getränke und eine große Flasche Wasser – gerade mal 160 Rupien inklusive Trinkgeld bezahlt. Das sind aktuell nicht einmal 3€.
Die Fähre für unsere Rückfahrt ist nachfolgend zu sehen.

Wie man sehen kann ist das Boot zur Seite hin noch offen. Das sollte sich aber bald ändern. Schon auf dem Weg zur Anlegestelle zog es sich zu. Eine eigentlich gegenüberliegende Insel war schon nicht mehr zu sehen. Wir waren kaum wieder auf dem Meer unterwegs fing es an zu schütten. Daraufhin wurden dann die Planen zum Schutz vor dem Regen herabgelassen. Ungünstig für das nächste Bild, irgendeine Schnur war immer im Weg von meinem Platz aus und aufstehen war leider nicht.

Die Rückfahrt dauerte wieder fast 1,5 Stunden. Der Vorteil daran war, dass das Wetter auch Zeit hatte sich wieder zu bessern. Am Gate of India ist es zumindest wieder trocken.

Auf dem Weg zum Auto habe ich noch ein Schnappschuss von einer vorbeifahrenden Kutsche machen können.

Damit endet mein Bericht von diesem Ausflugstag. Fast. Die Rückfahrt war echt spannend. Kaum im Auto fing es wieder an zu Schütten. Stellenweise stand auf den Straßen das Wasser Knöchel hoch. Am frühen Abend kam ich dann doch wieder am Hotel an. Jetzt aber. Schluß mit dem heutigen Bericht. Danke an die Leser die bis hier her durchgehalten haben.

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Mumbai – Ausflug Tag 1

Samstag. Heute habe ich meinen ersten freien Tag hier in Mumbai. Mit meinem Fahrer habe ich verabredet dass er mich um 10:30 Uhr abholt.

 Am heutigen Tag will ich hoffentlich auch schöne Seiten von Mumbai entdecken. Unsere Tour geht von meinem Hotel aus in Powai zunächst in Richtung Süden der Stadt. Über den sogenannten Sealink, eine große Hängebrücke über die Mahim Bay. Damit verkürzt sich die Fahrzeit ganz erheblich.

Auf der anderen Seite der Bay ist unser erstes Ziel die Moschee Haji Ali Dargah Shariff (Bilder Moschee 1 bis 4). Die Moschee wurde 1431 auf Wunsch des muslimischen Heiligen und afghanischen Mystikers Haji Ali errichtet, der auf seinen weltlichen Besitz verzichtete und sich der Meditation widmete. Das Grabmal mit seinen weißen Minaretten und Mogul-Kuppeln ist durch einen schmalen, zementierten Dammweg, der zur Ebbe begehbar ist, mit dem Festland verbunden (Quelle: Wikipedia). Um die Moschee bzw. den Weg dorthin betreten zu können muss man wieder einen der allgegenwärtigen Sicherheitschecks über sich ergehen lassen.

 

Haji Ali Dargah Shariff

Aus dem Auto heraus ist das nächste Bild entstanden: Churchgate Station. Ein alter Bahnhof. Er war bis in die 1930er der südlichste Bahnhof von Mumbai. Heute ist er immer noch einer der geschäftigsten Bahnhöfe der Stadt. Mehrere Millionen Fahrgäste benutzen ihn täglich.

Ebenfalls aus dem Auto heraus fotografiert ist die Aufnahme der David Bassoon Library. Die Idee geht auf das Jahr 1847 zurück. Es sollte eine Vereinigung gegründet werden die ihr Wissen in Mechanik weitergeben sollte und auch einen Platz zum Lernen bieten sollte. 1870 schliesslich wurde das Gebäude fertiggestellt. 1938 wurde es dann zur heutigen Bibliothek umgewidmet.

Der nächste Stopp war dann an einem Meereswasser Aquarium oder dass was man hier in Mumbai dafür hält. Ich würde mal sehr stark vermuten dass Art gerechte Haltung anders aussieht… Aber ok, in der Art habe ich sowas auch noch nicht gesehen.

Was wirklich interessant und sehenswert ist, ist ein Besuch im Prince of Wales Museum bzw. der jetzige Name ist Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrahalaya (siehe nächstes Bild). Ich kann den Namen auf jeden Fall nicht aussprechen deshalb bleibe ich beim alten Namen. Darüber findet man auch jede Menge Informationen in den Weiten des Internets. Das Gebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und beinhaltet hauptsächlich Ausstellungen zur Landesgeschichte Indiens. Ich finde es sehr sehenswert. Auch hier wieder: Sicherheitskontrolle. Und zwar doppelt. Einmal kurz nach der Kasse und einmal beim Betreten des Gebäudes, dort sogar mit Gepäckscanner.

Die nächsten vier Bilder zeigen das Gate of India und das berühmte Taj Mahal Palace Hotel. Das Gate of India wurde zur Erinnerung an den Besuch von König Georg V. erbaut und war als Landungspunkt für die Passagiere der P&O Dampfschiffe gedacht. Auch heute noch wird es als Anlegestelle genutzt. Einzig die Schiffe sind deutlich kleiner. Es handelt sich um die Boote die zu Elefanta Island aufbrechen bzw. von dort zurückkehren. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das historische und berühmte Taj Mahal Palace Hotel das 1903 erbaut wurde und viele Berühmtheiten im Laufe seiner Geschichte beherbert hat. Ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Hotels war der 26. November 2008 als die grausamen Bombenanschläge stattfanden. Heute sind die Sicherheitsvorkehrungen sehr hoch. Es herrscht absolutes Halteverbot und gepanzerte Fahrzeuge stehen vor dem Hotel.

Zur Zeit ist hier in Mumbai ein sehr lange Feierperiode zu Ehren des Gottes Ganesha, auch Ganapathi genannt. Die Feiern dauern hier 10 Tage und enden am 10. Tag (Anant Chaturdashi am 22. September 2010) mit dem Versenken von Figuren des Gottes im Wasser. Auch auf dem Platz vor dem Gate of India ist eine vorübergehende Stätte zur Huldigung Ganeshas aufgebaut. Das nächste Bild zeigt wie, in meinen Augen kitschig, diese Altäre aussehen.

Auf dem Weg zu unserem Auto ist wieder sehr schön zu sehen in welchem Zustand hier sehr viele Gebäude aus der Kolonialzeit sind. Das nächste Bild zeigt einen Teilausschnitt von einem Hotelgebäude.

Als nächster Programmpunkt steht der  Besuch der Hangenden Gärten von Mumbai, die ich persönlich als Gärten für nicht mehr für sehr sehenswert halte, an. Der Ausblick auf die Küste hingegen ist schon noch sehenswert.
Auf dem Weg zurück ins Hotel ist auch noch ein Stopp an der Küste angesagt.

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Mumbai – Die ersten Tage

Die ersten Tage liegen mittlerweile hinter mir. Mittwoch bis Freitag waren für mich die ersten Arbeitstage, sehr lange Arbeitstage, hier in Indien. Von den indischen Kollegen wurde ich sehr freundlich aufgenommen. Drei von ihnen kannte ich schon von deren Aufenthalt bei uns in Deutschland. Soweit also alles in Ordnung – fast: Keine Netzwerkverbindung und damit auch abgeschnitten vom www. Dieses kleine Problem wurde jedoch pragmatisch gelöst. Ich bekam kurzerhand einen mobilen Surfstick zur Verfügung gestellt den ich dann auch im Hotel nutzen kann. Sehr praktisch.

Ansonsten wird hier Sicherheit sehr groß geschrieben. Ob das mit dem Bombenanschlag auf das historische Taj Palace Hotel zusammenhängt kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall wird das Fahrzeug sowohl vor dem Hotel als auch dem Büro immer untersucht. Untersucht heißt dass der Faher den Kofferraum und auch den Motorraum öffnen muß. Gleichzeitig wird mit Spiegeln die Fahrzeugunterseite abgesucht. Irgendwie ist das alles schon sehr befremdlich.

Auf den Fahrten zwischen Hotel und Büro bekomme ich ein wenig was zu sehen. Erschreckend ist der krasse Gegensatz zwischen arm und reich. Das Straßenbild besteht teilweise nur aus primitiven Unterständen oder Verschlägen aus Wellblech. Dann wieder mehrstöckige Gebäude die mehr oder wenig vergammelt aussehen. Teilweise habe ich den Eindruck dass die Gebäude schon nach Fertigstellung vergammelt aussehen. Ob das teilweise auch auf den Smog und die Luftfeuchtigkeit zurückzuführen ist ist für mich schwer zu beurteilen. Vielleicht wird einfach auch nicht soviel Wert darauf gelegt.

Für mich ist Mumbai bisher nicht der Ort an dem ich leben wollte, definitiv nicht. Es ist auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Um die ganzen Eindrücke zu schildern fehlen mir teilweise auch die Worte. Vielleicht lässt es sich auch nicht treffend beschreiben? Ich denke man muss es selber gesehen haben.

Bisher klingt vieles eher negativ, es gibt aber auch schöne Dinge zu berichten. Das Essen und die farbenfrohe Kleidung der Menschen. Mir schmeckt das indische Essen *grins*. Es war zwar anfänglich etwas ungewohnt schon zum Frühstück mit indischem Essen zu beginnen, doch ich mag es.

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