Mumbai – Ausflug Tag 2

Sonntag. Heute habe ich mir vorgenommen die Insel Elefanta zu besichtigen. Zur vereinbarten Zeit hat mich mein Fahrer wieder am Hotel abgeholt.
Die Fahrt ging zunächst wieder zum Gate of India, dem Startpunkt der kleinen Fähren zur Insel.

Doch was ist so besonders an der Insel? Auf der Insel befinden sich Höhlen. O.k. klingt jetzt nicht so besonders, deshalb ein paar ausführlichere Worte dazu.
Insgesamt sind es sieben einzelne Höhlen. In einigen von ihnen befinden sich aus dem Basaltgestein herausgehauene Abbildungen hinduistischer und buddhistischer Gottheiten.
Die Arbeiten werden etwa auf das 5. bis 8. Jahrhundert datiert. Die Skulpturen und Abbildungen sind im 15. Jahrhundert von den Portugiesen mehr oder minder stark beschädigt worden. Seit 1987 gehören sie zum UNESCO Weltkulturerbe.

Das nachfolgende Bild zeigt einen Eindruck von den Fähren. Die Deckenhöhe ist so hoch (oder sollte ich sagen niedrig?) dass ich nicht aufrecht stehen kann. Als Sitzgelegenheiten dienen in der Mittelreihe einfache Gartenstühle. Auf dem Bild ist auch mein Fahrer zusehen (der mit der Wasserflasche in der Hand). Sein Name ist Raj und er kümmerst sich wirklich hervorragend um mich. Tickets usw. besorgen macht alles er.

Auch sorgt er dafür dass ich hin und wieder auch mal auf einem Bild zu sehen bin:

Glücklicherweise war unsere Fähre ein wenig größer als diese Nußschale

Die Überfahrt selber dauerte dann ca. 1,5 Stunden. Man kann sich allerdings kaum vorstellen was da für ein Gewimmel an Frachtschiffen und Tankern herrscht.

Dazwischen dann der rege Fährverkehr. Die Fähren fahren teilweise sehr nahe an den großen Pötten vorbei, das sind teilweise nur wenige Meter.

Dieses hier lag ausnahmsweise vor Anker.

Die Fahrt ansonsten verlief aber völlig unproblematisch. Das Aussteigen an der Insel war auch witzig. Die Fähre hat nicht etwa direkt am Steg angelegt sondern an einer anderen Fähre die wiederum an einer Fähre die wiederum….
D.h. wir durften dann durch diverse Fähren durch bis wir den eigentlichen Landungsteg betreten konnten. Der Landungsteg ist ein relativ langer Stein-/Betonkai. Um den armen Touristen nicht zuviel Fußweg zuzumuten gibt es natürlich auch eine Lösung, mit der sich so ganz nebenbei natürlich auch was verdienen lässt.

Wir, mein Fahrer und ich, haben den Weg zu Fuß angetreten. Am Fuße der Insel angekommen heißt es dann: Treppensteigen!
Und zwar gefühlte 5.783 Stufen. O.k. ist übertrieben, aber bei 35°C und gut 90% Luftfeuchtigkeit ist das trotzdem kein Vergnügen; ich war am Ende dermaßen durchgeschwitzt als wäre ich in starken Regen gekommen. Sei’s drum.
Auf dem Weg nach oben waren wir natürlich nicht alleine. Nicht genug dass jede Menge Besucher unterwegs waren, nein, auch andere gierige Begleiter haben uns nie aus den Augen gelassen:

Die Affen sind derart gierig und frech aber auch clever. Sie sind scharf auf alles Essbare und scheuen sich auch nicht es den Besuchern regelrecht zu entreissen. Selbiges gilt übrigens auch für Getränke ungleich Wasser. Wer glaubt, dass eine geschlossene Flasche einen Affen vor ein Problem stellt, irrt ebenfalls gewaltig. Die haben keine Probleme jegliche Verpackung zu öffnen, wenn sich darin etwas Essbares oder Trinkbares befindet.

Irgendwann waren wir dann bei den Höhlen angekommen. Die Statuen, Abbildungen und Schreine sind schon sehr interessant.
Hier sei mir ein paar Hinweise für Fotografen gestattet: Es ist dunkel, sehr dunkel darin. Das bedeutet ISO hoch und trotzdem ruhige Hand oder Stativ bzw. starken(!) Blitz mitnehmen. Ich hatte nur die Wahl hohe ISO (6400) und ruhige Hand (1/10s).
Trotz der widrigen Umstände habe ich ein paar Bilder machen können:

Mittlerweile war es dann schon früher Nachmittag geworden. In einem Imbiss auf der Insel haben wir uns erst noch einmal gestärkt für die Rückfahrt. Selbst an so einem touristischen Ort ist das Essen für unsere Verhältnisse sehr günstig. Ich habe für uns beide zusammen – zwei Hauptgerichte und zwei Getränke und eine große Flasche Wasser – gerade mal 160 Rupien inklusive Trinkgeld bezahlt. Das sind aktuell nicht einmal 3€.
Die Fähre für unsere Rückfahrt ist nachfolgend zu sehen.

Wie man sehen kann ist das Boot zur Seite hin noch offen. Das sollte sich aber bald ändern. Schon auf dem Weg zur Anlegestelle zog es sich zu. Eine eigentlich gegenüberliegende Insel war schon nicht mehr zu sehen. Wir waren kaum wieder auf dem Meer unterwegs fing es an zu schütten. Daraufhin wurden dann die Planen zum Schutz vor dem Regen herabgelassen. Ungünstig für das nächste Bild, irgendeine Schnur war immer im Weg von meinem Platz aus und aufstehen war leider nicht.

Die Rückfahrt dauerte wieder fast 1,5 Stunden. Der Vorteil daran war, dass das Wetter auch Zeit hatte sich wieder zu bessern. Am Gate of India ist es zumindest wieder trocken.

Auf dem Weg zum Auto habe ich noch ein Schnappschuss von einer vorbeifahrenden Kutsche machen können.

Damit endet mein Bericht von diesem Ausflugstag. Fast. Die Rückfahrt war echt spannend. Kaum im Auto fing es wieder an zu Schütten. Stellenweise stand auf den Straßen das Wasser Knöchel hoch. Am frühen Abend kam ich dann doch wieder am Hotel an. Jetzt aber. Schluß mit dem heutigen Bericht. Danke an die Leser die bis hier her durchgehalten haben.

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